Krankenversicherung
Die Krankenversicherung, eine der wichtigsten Versicherungen im Leben eines Menschen, dient als finanzielle Hilfe in Notfällen, wie zum Beispiel bei Erkrankungen, Unfällen, oder Mutterschaft, bei denen eventuelle Behandlungskosten übernommen werden könnten. Diese bietet geldliche Absicherung, damit sich der Versicherungsnehmer um solche Einzelheiten in ähnlichen Zeiten nicht kümmern muss.
Die Krankenversicherung kann gesetzlicher Art oder privater Art sein. Die GKV, also gesetzliche Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung für die Personen, deren Einkommen eine bestimmte Grenze nicht erreicht, also für Studenten, Auszubildende, Rentner, Pflegepersonal, Wehr- und Zivildienstleistende, Bezieher von Lohnersatzleistungen, Arbeiter und Angestellte mit einem Lohn unter die Beitragsbemessungsgrenze usw. Die private Krankenversicherung, abgekürzt als PKV, ist im Gegensatz eine freiwillige Versicherung für die Personen, deren Einkommen die bestimmte Grenze übersteigt und damit keine Versicherungspflicht bei der gesetzlichen Krankenversicherung haben. Solche mögliche Versicherungsnehmer sind die Beamten, die Freiberufler und Selbstständige, und natürlich Angestellte und Arbeiter mit dem Lohn über die Versicherungspflichtgrenze. Eventuelle Kunden könnten aber auch die GKV-Versicherungsnehmer sein, die eine private Krankenversicherung als Zusatzversicherung abschließen und damit ihre Absicherung ergänzen.
Diese waren aber nicht die einzigen Unterschiede zwischen GKV und PKV, sondern es existieren noch viele, hier einige Beispiele:
- Bei der gesetzlichen Krankenversicherung werden die Verträge an Hand des Einkommens gestaltet, hier gilt das Solidaritätsprinzip, während bei der privaten Krankenversicherung das Gesundheitszustand die Hauptrolle spielt, also Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen usw.
- Die GKV behandelt jeden seiner Kunden gleichmäßig, jeder bekommt die gleichen Leistungen in dem gleichen Qualität und Quantität, im Gegensatz zu der privaten Krankenversicherung, wo jeder gemäß seiner Beiträge behandelt wird, gemäß den beanspruchten Leistungen.
- Bei der gesetzlichen Krankenversicherung können Familienmitglieder bis zu einer bestimmten Grenze mitversichert werden, während bei der PKV jede Person ein individuelles Vertrag bekommt mit den individuellen Risiken und Ansprüchen.
- Die erbrachten Leistungen werden bei der gesetzlichen Krankenversicherung als Sachleistungen angesehen, und dadurch geschieht die Bezahlung direkt zwischen dem Versicherer und dem Leistungserbringer. Die Leistungen der privaten Krankenversicherung werden auch manchmal als Sachleistungen angesehen mit ähnlichen Folgen, diese können jedoch von dem Versicherungsnehmer selbst bezahlt werden und die Kosten werden von dem Versicherer erstattet.
Die zwei Versicherungsarten zeigen viele Ähnlichkeiten auf, aber noch mehrere einschneidende Unterschiede, an Hand dessen jede Person selbst entscheiden welche für ihr am passendsten wäre.
