Fremdwährungskredit

Haben Sie Ihr Disporahmen bei der Hausbank überzogen, oder möchten sich nur mal einen spontanen Wunsch erfüllen? Ein Dispokredit kann immer eine gute Lösung sein.

Hierbei handelt es sich um einen Kredit, der vom Kreditnehmer in einer anderen Landeswährung aufgenommen werden kann. Aus diesem Grunde wird es auch als Fremdwährungskredit bezeichnet. Ein großer Unterschied zu den herkömmlichen Kredit-Arten besteht in die Möglichkeit, dass sich die Schuld des Kreditnehmers durch Wechselkurs-Veränderungen auch verändern kann. Diese Veränderung kann für den Kreditnehmer so positiv als auch negativ sein. Die Schuld kann bei diesem Kredit so steigen als auch fallen.

Für Firmenkunden ist die Anwendung dieser Finanzierungsart üblich, aber für Privatpersonen wird es in verstärktem Masse erst seit 1990 verwendet. Da der Gesammtbetrag, der vom Kreditnehmer zurückgezahlt werden muss, von den Kursveränderungen abhängig ist, kann man ruhig sagen, dass es sich hierbei um einen riskanten Kredit handelt. Alle Kreditnehmer, die einen solchen Kredit beantragen möchten, sollten über gründliche finanzwirtschaftliche Kenntnisse verfügen. Dies ist ein großer Unterschied im Hinblick auf die herkömmlichen Kreditarten, da man z.B. für die Beantragung von einem Online Kredit, Ratenkredit, oder Anschaffungskredit usw. keine finanzwirtschaftliche Kenntnisse braucht.

Beim Fremdwährungs-Kredit sollte die wirtschaftliche Entwicklung genau beobachtet werden, weil sich Veränderungen auf die Währung auswirken können.
In Österreich zum Beispiel wird diese Art der Finanzierung in der Regel endfällig aufgenommen. Das bedeutet, dass man während der Kredit-Laufzeit nur Zins-Zahlungen leistet, und am Ende der Laufzeit den eigentlichen Betrag tilgt. Um den Darlehens-Betrag anzusparen, wird in der Regel ein Anspar-Plan abgeschlossen, da durch die zu erwartenden Kurs-Gewinne bei Wertpapier-Veranlagungen weitere Senkungen der Kosten zu erwarten sind. Dies bedeutet für den Darlehensnehmer , dass er noch weiteren Risiken eingehen muss.

Besondere Interesse hat diese Art der Finanzierung in Österreich, weil laut Statistik 40 Prozent der in der E.U. vergebenen Kredite in Yen hier aufgenommen werden.

Der Sharm des Fremdwährungskredites liegt dabei auf der Hand: - in mehreren nicht EU - Staaten liegen Zinsen deutlich niedriger als in der Europäischen Union. Für einen Kredit bei gleichem Kredit-Volumen, der in Yen oder Schweizer Franken aufgenommen wird, werden deutlich wenigere Zins-Zahlungen geleistet als für einen Kredit in der Europäischen Union.

Für den Kreditnehmer hat der Fremdwährungskredit so positive als auch negative Seiten, da sein Erfolg in engem Zusammenhang mit dem Wechsel-Kurs ist. Das Wechselkurs-Risiko darf auf keinem Fall ausser Acht gelassen werden.

Laut OeNB (Österreichische National Bank) ist ein Fremdwährungskredit nicht für Privat-Personen geeignet, da es sich zugleich auch um eine Währungs-Spekulation handelt. Benötigen Sie ein Darlehen bzw. einen Kredit für die Eigenheimfinanzierung zB., werden Sie von OeNB geraten, auf einen herkömmlichen Kredit in Ihrer Landeswährung zurückzugreifen.

Einen Finazierungs-Berater sollte man, bevor ein Fremdwährungskredit beantragt wird, auf jedem Fall konsultieren. Einen Kreditvergleich sollte man auch nicht ausser Acht lassen, da es uns viele wichtige Informationen über verschiedene Anbieter bieten kann. Im Folgenden haben wir für Sie einige der wichtigsten Vor- und Nachteile des Fremdwährungskredits kurz zusammengefasst:
Vorteile eines Fremdwährungs-Kredites: Nachteile eines Fremdwährungs-Kredites: